Silvester mit Hund

Silvester mit Hund: feuerwerkfreie Ferienparks im Wandel der Zeit

Ein Jahreswechsel ohne Feuerwerk, fernab von Lärm und Hektik ist für viele Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer der Wunsch für Silvester. Gerade Hunde leiden unter dem lauten Geböller, sodass ruhige Rückzugsorte zu Silvester besonders gefragt sind. Über viele Jahre hinweg konnten wir bei Urlaub auf Pfoten sehr gute Erfahrungen mit sogenannten feuerwerksfreien Ferienparks sammeln und diese Unterkünfte unseren Kunden empfehlen.

Ein paar Tage in der Natur, Zeit zum Entspannen und ein Jahreswechsel ohne Knallerei: Hund und Mensch verbrachten dort gemeinsam eine erholsame Auszeit, fernab vom Stress der Silvesternacht. Feuerwerksverbote innerhalb der Ferienparks sorgten lange Zeit für Sicherheit und Planbarkeit.

Veränderte Rahmenbedingungen zum Jahreswechsel

Leider müssen wir feststellen, dass sich diese Situation im letzten Jahr deutlich verändert hat. Zum vergangenen Jahreswechsel haben wir erfahren, dass Feuerwerksverbote in vielen Ferienparks nicht mehr konsequent eingehalten, kontrolliert oder durchgesetzt werden. Selbst wenn innerhalb der Parkanlagen offiziell nicht geböllert wird, geschieht dies häufig unmittelbar vor den Schranken oder in angrenzenden Bereichen.

Dies kann nicht im Sinne eines „feuerwerksfreien“ Aufenthalts sein. Aus diesem Grund sehen wir uns nicht mehr in der Lage, unseren Kundinnen und Kunden entsprechende Unterkünfte mit einer verlässlichen Garantie anzubieten, selbst dann nicht, wenn Hauseigentümer ein Feuerwerksverbot zusichern. Auch beim Park oder Eigentümer Nachfragen zum Bölleraufkommen der vergangenen Jahre stellen verliert damit seine Aussagekraft.

Unsere Verantwortung gegenüber unseren Kunden

Diese Entwicklung ist für uns sehr enttäuschend. Unser Anspruch ist es, Ihnen und Ihrem Hund einen entspannten und möglichst stressfreien Jahreswechsel zu ermöglichen. Leere Versprechen helfen dabei niemandem, insbesondere nicht Hunden, die stark unter Lärmangst leiden. Transparenz und Ehrlichkeit stehen für uns an erster Stelle.

Konsequenzen für unser Angebot

Aus den genannten Gründen werden wir zum kommenden Jahreswechsel keine explizit feuerwerksfreien Ferienunterkünfte mehr anbieten. Die fehlende Verlässlichkeit und Durchsetzbarkeit entsprechender Verbote lässt eine solche Zusage unsererseits nicht mehr zu.

Auf dieser Seite finden Sie weiterhin unser Angebot zum Jahreswechsel sowie zahlreiche hundefreundliche Ferienhäuser in ruhiger Lage. Unser Label „Feuerwerkfrei“ und die dazugehörige Suchfunktion haben wir jedoch leider aus unserem Portal entfernt.

Wir wünschen allen Hundebesitzerinnen und Hundebesitzern sowie ihren vierbeinigen Begleitern einen möglichst entspannten, ruhigen und stressfreien Jahreswechsel.

Silvester mit hund Deutschland
Silvester mit hund Dänemark
Silvester mit hund Holland

Traditionelle Silvesterfeiern ohne Feuerwerk: Beispiele aus verschiedenen Ländern

Nicht in allen Ländern ist privates Feuerwerk fester Bestandteil des Jahreswechsels. In vielen Regionen stehen ruhige, gemeinschaftliche oder kulturelle Rituale im Vordergrund, die ganz ohne Knallerei auskommen oder diese stark in den Hintergrund rücken.

Aktuelle Entwicklung: Feuerwerksverbot in den Niederlanden

Die Niederlande gelten in Europa als ein Beispiel für einen strukturellen Wandel im Umgang mit privatem Feuerwerk. Nach jahrelangen Diskussionen hat das niederländische Parlament ein bundesweites Verbot privater Feuerwerkskörper beschlossen, das ab dem Jahreswechsel 2026/2027 gelten soll. Damit dürfen private Personen keine klassischen Feuerwerkskörper mehr kaufen oder abbrennen; nur noch professionelle Pyrotechnik mit entsprechender Genehmigung bleibt möglich. Dieser Schritt dient unter anderem dazu, Lärm, Verletzungen sowie Belastungen für Menschen und Tiere zu reduzieren und wird von Tierschützern und Sicherheitsexperten als wegweisend angesehen.

Frankreich – Öffentliche Feiern statt privatem Feuerwerk

In Frankreich wird der Jahreswechsel traditionell im kleinen Kreis, in Restaurants oder auf öffentlichen Plätzen gefeiert. Private Feuerwerke spielen kaum eine Rolle und sind in vielen Städten verboten. Stattdessen gibt es Lichtinstallationen, Musikveranstaltungen oder offizielle Feuerwerke, die zeitlich begrenzt und zentral organisiert sind.

Italien – Jahreswechsel mit der Familie

Auch in Italien ist privates Feuerwerk regional unterschiedlich geregelt und vielerorts eingeschränkt. Viele Italienerinnen und Italiener feiern Silvester traditionell zu Hause mit Familie oder Freunden. Zahlreiche Städte verhängen an Silvester Feuerwerksverbote und setzen auf öffentliche Veranstaltungen. Besonders in ländlichen Regionen verläuft der Jahreswechsel oft deutlich ruhiger als in Großstädten, auch wenn eine vollständige Feuerwerksfreiheit nicht garantiert werden kann.

Dänemark – mit einem Sprung ins neue Jahr

In Dänemark hat Silvester eine besondere Tradition. Der Jahreswechsel wird meist im privaten Kreis mit Familie oder Freunden gefeiert. Ein klassisches Ritual ist das gemeinsame Abendessen, gefolgt vom Anstoßen um Mitternacht – häufig begleitet vom traditionellen „Sprung von einem Stuhl“ ins neue Jahr. Privates Feuerwerk ist in Dänemark grundsätzlich erlaubt, zeitlich jedoch klar begrenzt. Trotz der Regeln gehört Feuerwerk in Dänemark für viele Menschen traditionell zum Jahreswechsel dazu. Allerdings wird es häufig konzentrierter und zeitlich begrenzter gezündet als in anderen Ländern. Für Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer kann Dänemark – insbesondere außerhalb der Ballungsräume – eine gute Option für Silvester sein.

Spanien – Trauben statt Böller

In Spanien ist das Essen von zwölf Weintrauben zu Mitternacht die wichtigste Silvestertradition. Viele Familien feiern zu Hause oder auf zentralen Plätzen. Privates Feuerwerk ist regional unterschiedlich geregelt, spielt jedoch im Vergleich zu anderen Ländern eine untergeordnete Rolle.


Diese Beispiele zeigen, dass ein Jahreswechsel auch ohne lautes und unkontrolliertes Feuerwerk möglich ist. Für Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer können Länder mit solchen Traditionen oder klar geregelten Feierformen eine deutlich stressärmere Alternative darstellen – auch wenn eine vollständige Geräuschfreiheit nie garantiert werden kann.

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FAQ: Silvester mit Hund – ruhig und stressarm durch den Jahreswechsel

Wie geht man mit einem Angsthund zum Jahreswechsel um?

Hunde mit Geräuschangst benötigen zum Jahreswechsel vor allem Sicherheit, Ruhe und vertraute Strukturen. Wichtig ist es, den Hund nicht alleine zu lassen, hektisches Verhalten zu vermeiden und ihm einen geschützten Rückzugsort zu bieten. Ein möglichst ruhiger Aufenthaltsort, feste Tagesabläufe sowie die Nähe vertrauter Bezugspersonen helfen vielen Hunden, den Stress besser zu bewältigen.

Wie kann man einen Hund an Feuerwerk gewöhnen?

Eine Gewöhnung an Feuerwerksgeräusche ist nur langfristig und mit viel Geduld möglich. Unterstützend können gezielte Geräuschtrainings sein, bei denen Knallgeräusche sehr leise abgespielt und langsam gesteigert werden. Wichtig ist, dass der Hund dabei entspannt bleibt und positive Erfahrungen macht, etwa durch Futterbelohnungen oder ruhige Beschäftigung. Bei stark ausgeprägter Angst empfiehlt sich die Begleitung durch eine Hundetrainerin, einen Hundetrainer oder eine verhaltenstherapeutisch geschulte Tierärztin bzw. einen Tierarzt.

Was kann man tun, um den Hund an Silvester zu beruhigen?

Um den Hund zu beruhigen, sollten laute Geräusche möglichst abgeschirmt werden, etwa durch geschlossene Fenster, Rollläden oder leise Hintergrundgeräusche wie Musik oder Fernseher. Viele Hunde profitieren von bekannten Decken, Körbchen oder Spielzeugen. In Absprache mit der Tierarztpraxis können auch natürliche Beruhigungsmittel oder – in schweren Fällen – medikamentöse Unterstützung in Betracht gezogen werden.

Wie verbringt man ein entspanntes Silvester mit Hund ohne Böller?

Ein entspannter Jahreswechsel gelingt am besten fernab von städtischen Gebieten und bekannten Feuerwerks-Hotspots. Ruhige Ferienunterkünfte in ländlicher Lage, Spaziergänge zu früheren Tageszeiten und ein gemütlicher Abend in vertrauter Umgebung tragen dazu bei, Stress zu reduzieren. Auch wenn eine vollständige Feuerwerksfreiheit nicht garantiert werden kann, sind abgelegene Regionen oft deutlich ruhiger als Wohngebiete oder Innenstädte.