Die Blätter färben sich golden, die Luft riecht nach feuchtem Laub und Ihr Hund kann es kaum erwarten, durch die ersten Pfützen zu springen: Der Herbst ist für viele Hundebesitzer die schönste Jahreszeit für ausgedehnte Waldspaziergänge. Die Temperaturen sind angenehm, das Licht ist weich und golden, und ein langer Spaziergang wird plötzlich wieder zu einem kleinen Abenteuer. Doch mit den bunten Blättern kommen auch einige Herausforderungen, auf die Sie sich als verantwortungsbewusster Hundehalter vorbereiten sollten.
Die meisten Hunde sollten mehrmals täglich vor die Tür, allein schon wegen ihres Geschäfts. Für Mensch und Tier bedeutet das oft dieselbe kurze Route ums Haus, immer und immer wieder. Dabei gibt es meist ganz in der Nähe wunderschöne Wege zu entdecken, dazu Freilaufflächen, auf denen Ihr Hund sich richtig austoben darf, und natürlich den Wald.
Für Ihren Hund ist ein Waldspaziergang eine willkommene Abwechslung zur gewohnten Runde und für Sie gilt genau dasselbe. Atmen Sie die würzige Waldluft ein, erleben Sie den Jahreszeitenwechsel hautnah und beobachten Sie, wie sich die ersten Blätter verfärben. Gehen Sie nicht nur bei Sonnenschein in den Wald, denn gerade an sonnigen Sonntagnachmittagen kann es dort ziemlich voll werden. Versuchen Sie stattdessen, eine gewohnte anderthalbstündige Route in einer guten Stunde zu schaffen und trainieren Sie so ganz nebenbei Ihre Kondition, oder schlendern Sie gemütlich mit der Kamera in der Hand durch den Wald. Diese Abwechslung macht jeden Waldspaziergang zu einem einzigartigen Erlebnis.
Wer öfter solche Ausflüge unternehmen möchte, findet mit einem Ferienhaus mitten im Wald den perfekten Ausgangspunkt: Sie öffnen morgens die Tür und stehen praktisch schon zwischen den Bäumen.
Grundsätzlich gilt: Hunde an die Leine, sofern nicht anders angegeben. In ausgewiesenen Freilaufgebieten darf Ihr Hund zwar von der Leine, allerdings nur, wenn er zuverlässig hört und in Ihrer unmittelbaren Nähe bleibt. Während der Brut- und Setzzeit, wenn also viele Wildtiere Nachwuchs bekommen, müssen Hunde grundsätzlich angeleint bleiben.
Leider nicht. Die meisten Hunde kommen mit ausgedehnten Wanderungen gut zurecht, aber es gibt Ausnahmen.
Kleine Rassen wie der Zwergpudel schaffen mit etwas Training durchaus lange Strecken, doch für die allerkleinsten Hunde ist das zu viel verlangt: Ein Chihuahua bewältigt keine zwanzig Kilometer, es sei denn, Sie tragen ihn den größten Teil davon in der Jackentasche oder im Rucksack. Sehr große Rassen wie Doggen oder Bluthunde wiederum belasten Gelenke und Rücken zu stark, wenn Sie regelmäßig lange Strecken mit ihnen zurücklegen.
Gehen Sie mit einem halbwüchsigen Welpen keine kilometerlangen Strecken, das schadet seiner Entwicklung. Warten Sie, bis der Hund ausgewachsen ist, und steigern Sie die Distanz in der Zwischenzeit ganz allmählich. Schläft Ihr junger Hund nach dem Spaziergang den Rest des Tages durch, war die Strecke wahrscheinlich zu lang. Auch ältere Hunde, die oft mit steifen Muskeln und Gelenken zu kämpfen haben, sind für lange Distanzen nicht mehr geeignet. Ein alter Hund zeigt das meist deutlich, indem er zunehmend zurückbleibt, während ein junger Hund sich in seinem Übermut oft selbst überfordert.
In den ersten Wochen der Trächtigkeit kann eine Hündin, die es gewohnt ist, noch ganz normal mitgehen, doch ist das nicht der richtige Moment, um mit langen Wanderungen zu beginnen. Je weiter die Trächtigkeit fortschreitet, desto mehr Ruhe braucht die Hündin.
Wer regelmäßig mit dem Hund im Wald unterwegs ist, weiß: Der Herbst ist eine besondere Jahreszeit mit eigenen Tücken. Hunde sind neugierig, und damit der Spaziergang trotzdem schön bleibt, sollten Sie ein paar Vorsichtsmaßnahmen treffen. Lernen Sie diese Gefahren zu erkennen und vor allem, wie Sie sie vermeiden.
Während der Jagdsaison ist erhöhte Wachsamkeit gefragt, sowohl für Ihren Hund als auch für Sie selbst.
Auch wenn Ihr Hund für seine feine Nase bekannt ist: Zwischen essbaren und giftigen Pilzen kann er nicht unterscheiden.
Der Wald bietet auch schädlichen Parasiten ein Zuhause: die Zecke, die Krankheiten überträgt, der Floh, der mit seinem Speichel Infektionen oder Allergien auslöst, und Würmer, die ebenfalls über den Wald übertragen werden können. Schützen Sie Ihren Hund mit einem geeigneten Parasitenschutzmittel vor diesen ungebetenen Gästen.
Kontrollieren Sie nach der Rückkehr sorgfältig das Fell, besonders an Stellen, die Ihr Hund selbst nicht erreichen kann, denn genau dort verstecken sich Zecken besonders gern. Eine Zeckenzange sollten Sie ohnehin immer griffbereit haben.
Ein weiterer Herbstklassiker im Wald: Rosskastanien und Esskastanien. Beide können für Ihren Hund gefährlich werden. Rosskastanien sind giftig und können neurologische Probleme verursachen. Esskastanien dagegen sind ungefährlich, wenn Ihr treuer Freund sie frisst, vorausgesetzt, er kaut sie gründlich. Andernfalls kann es zu einem Darmverschluss kommen.
Mit dem Herbst werden die Tage spürbar kürzer, und die Dämmerung setzt schneller ein, als man denkt. Planen Sie Ihren Waldspaziergang deshalb etwas früher am Tag ein, oder rüsten Sie sich und Ihren Hund mit reflektierender Ausrüstung für die dunklere Stunde aus. Nasses Laub kann außerdem rutschig sein, besonders auf Wurzeln und Steinen, achten Sie also auf einen sicheren Tritt, gerade wenn Sie mit einem älteren Hund unterwegs sind.
Bunte Wälder, milde Temperaturen und deutlich weniger Trubel als im Hochsommer: Der Herbst eignet sich hervorragend für einen gemeinsamen Kurzurlaub mit Hund. Lassen Sie sich in unserem Beitrag über die Herbstferien mit Hund inspirieren und entdecken Sie, wo Sie mit Ihrem Vierbeiner die schönsten Herbsttage verbringen können.
Haben Sie Fragen zu einem Ferienhaus im Wald oder zu Ihrer nächsten Buchung? Unser Team ist über den WhatsApp-Chat auf der Website gerne für Sie erreichbar.
Willkommen bei Urlaub auf Pfoten. Seit 2010 haben wir uns auf das Thema Urlaub mit Hund spezialisiert und bis heute lieben wir die Suche nach dem perfekten Ferienhaus mit Hund. Natürlich immer mit dabei ist unser eigensinniger, treuer Gefährte Mattie.
Viel Spaß bei der Suchen nach dem nächsten Urlaub mit Hund(en) wünscht Ihnen
Das Team von Urlaub auf Pfoten